„Augen offen für neue Techniken“

Die Floristikdesignerin Hanneke Frankema legt Wert darauf, sich ständig weiterzuentwickeln und zu erneuern. Deshalb ist sie immer offen für neue Techniken und Materialien. Experimentieren ist für sie kein Selbstzweck, sondern ein logischer Bestandteil ihres kreativen Prozesses.
Sie hat eine besondere Vorliebe für Draht. „Nicht umsonst werde ich „die eiserne Lady” genannt. Draht ist ein wunderschönes und vielseitiges Material und darüber hinaus praktisch: Rahmen und Drahtrollen sind leicht zu transportieren und wiederverwendbar.“ Neben Draht begeistert sich Hanneke auch für neue technologische Möglichkeiten wie den 3D-Drucker und den 3D-Stift. Mit diesen Techniken lässt sich nahezu jede gewünschte Form erstellen, was noch mehr Freiheit im Designprozess ermöglicht.
Die floralen Objekte, die sie herstellt, sind sehr vielfältig, aber immer auffällig und eigenwillig. Trotz dieser großen Vielfalt ist ihre Handschrift deutlich erkennbar. Sie arbeitet viel mit besonderen Rahmen und überraschenden Farb- und Materialkombinationen.
„Ich mag vor allem den Kontrast zwischen natürlichen Materialien und anderen Materialien. Außerdem spiele ich gerne mit ungewöhnlichen Farben und Formen.“
Neues Leben

Für Christian Ulrich ist der Frühling eine Zeit der Erneuerung. Wenn neues Leben aus scheinbar toten Materialien sprießt und lebendige Farben und zarte Düfte die Luft erfüllen, dann ist Frühling. „Mein Strauß soll all diese Eindrücke widerspiegeln. Deshalb habe ich einen Rahmen aus getrockneten Gräsern geschaffen, aus dem der Frühling und neues Leben sprießen. Ranunkeln und Tulpen sind für mich typische Frühlingsblumen. Freesien, Nelken und Mimosen sind für mich der duftende Vorbote des Frühlings. All diese Eindrücke habe ich in meinem Strauß verarbeitet.“
„Hart arbeiten und deiner eigenen Stimme folgen“

Sylvia Bustamante Gubbins glaubt an die Kraft der Blumen. Sie ist Gründerin und Direktorin der Madrid Flower School und Organisatorin von Madrid Blooms: dem jährlichen internationalen Kongress für Design und Innovation in der Floristik. Laut Sylvia ist die Branche relevanter denn je.
Endlich… Frühling

Nach wochenlangen dunklen Tagen, Kälte und Schnee zeigt sich wieder ein strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein. Man spürt überall, dass der Frühling kurz davor ist, sich zu offenbaren. Die Knospen an den Bäumen stehen kurz vor dem Aufbrechen, hier und da zeigen sich bereits die ersten Frühlingsblüher wie Hamamelis und Galanthus.
Geschichteter Kontrast

Für dieses Arrangement wählte Krisztian Köver eine auffällige, senffarbene Keramikschale. Die Innenseite ist auf beiden Seiten mit einem Wollschal ausgekleidet, während die Blumen in zentral angeordnetem Steckschaum platziert sind. Lisianthus, Phalaenopsis, Cambria und Kalanchoe bilden den Kern des Designs, ergänzt durch subtile Details. Das Zusammenspiel von Keramik, Textilien und Blumenmaterial verleiht dem Werk eine taktile und vielschichtige Ausstrahlung.
Federrahmen

Dieser große Strauß wird von Krisztians Tochter Hanna gehalten und ist technisch auf einer Basis aus Drähten und Stäben aufgebaut. Die äußere Linie ist mit bemalten Federn verziert, die dem Arrangement einen markanten Rahmen verleihen. In dieser Konstruktion wurden Cymbidium, Lisianthus, Lilien, Viburnum und zusätzliche Materialien verarbeitet. Der Strauß ist nach der Spiraltechnik gebunden und kombiniert eine starke konstruktive Basis mit einer weichen, ausdrucksstarken Verarbeitung.