Frei wachsend auf der Kiste

Diese Sargdekoration ist natürlich locker gesteckt, was ihr einen luftigen und botanischen Charakter verleiht. Das Blattwerk von Caladium und Alocasia ‚Polly‘ sorgt für kraftvolle Formen, die einen Kontrast zu den feinen Strukturen von Asparagus setaceus und Asparagus densiflorus bilden. Niedrig eingearbeitetes Allium schubertii bringt ein grafisches Linienspiel in den Sockel ein; Moluccella laevis, die „Glocken von Irland“, fügt vertikale Linien hinzu. Der Grauton des Asplenium-Farns passt gut zum Sargdeckel. Die Blättrige Ammi majus und die zartrosa Blüten der Paeonia „Sarah Bernhardt“ mildern die Komposition ab. Eine einzelne Blüte der Clematis „Amazing Kyiv“ bildet einen subtilen Schlussakzent.

Eine wachsende Konstruktion

Zwei Oasis BioLine BioWave-Formen auf der Holzkiste tragen das Blumenarrangement. In die gebohrten Löcher wurden kurze Holzstäbchen gesteckt. Natürlich abbaubares Oasis BioLine-Seil verläuft von Stäbchen zu Stäbchen und bildet ein offenes Gerüst, zwischen dessen Streben Tannenzapfen eingeklemmt sind. Die orangefarbenen Blüten von Lilium „Menton“ bilden einen Kontrast zu den Farbtönen von Holz und Schnur. Ganze Stiele von Asparagus densiflorus sind durch die Konstruktion gewebt. Frische und getrocknete Gleichenia polypodioides (Korallenfarn) sorgen für unterschiedliche Texturen und mildern den Übergang zum Deckel. Die sichtbare Konstruktion ist somit ein vollwertiger Bestandteil des Entwurfs.

„Jeder Mensch ist anders“

Laut Geertje werden Trauergestecke immer persönlicher. Bei ihren Aufträgen stellt sie fest, dass sich die Hinterbliebenen bewusst für Farben und Formen entscheiden, die zu der Person passen, von der sie Abschied nehmen. Außerdem suchen sie nach einer ganz eigenen Möglichkeit, dem Gesteck eine letzte Botschaft beizufügen. „Denken Sie zum Beispiel an einen handgeschriebenen Zettel. Das lässt sich auf so viele verschiedene Arten gestalten.“

Gleichzeitig gehen Trauergestecke ihrer Meinung nach mit der Zeit. Dabei dienen Trends in der Mode und der Innenarchitektur regelmäßig als Inspirationsquelle. Eine bestimmte Blume, die ausschließlich für Trauergestecke verwendet wird, gibt es laut Geertje nicht. „Jeder Mensch ist anders, und das gilt auch für Blumen. Deshalb können alle Blumen in Trauergestecken verwendet werden.“

Gerade der persönliche Charakter macht diese Aufträge für sie zu etwas Besonderem. „Ich empfinde es immer als große Ehre, Trauergestecke
zu gestalten. Wie schön ist es doch, für jemanden etwas zu kreieren, das ganz und gar zu dieser Person passt?“ Mit passenden Blumenarrangements hofft sie, zu einem bedeutungsvollen Abschied beizutragen. Wie sie selbst sagt: „Dafür mache ich das.“

Ohne Spur

Dieses temporäre, schwimmende Gedenkobjekt besteht vollständig aus pflanzlichen und biologisch abbaubaren Materialien: Blattgerüst, getrocknete Blumen und selbst hergestellter Naturkleber auf Mehlbasis.

Als symbolische Geste des Gedenkens und des Loslassens wird das Objekt auf das Wasser gelegt. Dort treibt es eine Weile, bevor es langsam Wasser aufnimmt, sinkt und auf natürliche Weise zerfällt. Vergänglichkeit steht hier nicht für Verlust, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs: Etwas Schönes darf vorübergehend existieren und anschließend wieder mit der Natur verschmelzen.

Vereinfachung

Die Basis dieses Arrangements bildet ein Holzbrett, auf dem „Oasis Bio Table Deco“ befestigt und mit „Oasis Renewal Bricks“ aufgefüllt wurde. Darin wurden sehr dicht angeordnete Hortensienbüschel (Hydrangea ‚Royal Grandeur‘) gesteckt. Außerdem wurden einige Chasmanthium-Gräser mit daran befestigten runden Holzscheibchen eingearbeitet. Diese Scheibchen sind im gesamten Arrangement verteilt und bieten den Hinterbliebenen die Möglichkeit, einen Satz oder einen Namen darauf zu schreiben.

Moderner Tropfen

Die Basis dieses Arrangements bildet eine tropfenförmige Form aus biegsamem Holzsperrholz, auf die Papierstücke geklebt wurden. Mit Rustic Wire wurde die Tropfenform weiter ausgearbeitet. In die Oasis Renewal Bricks wurden Typha-Blätter und Chrysanthemenblüten gesteckt. Die Blüten der Clematis „Amazing Kyiv“ wurden auf Kunststoffröhrchen gesteckt. Das auf die Basis geklebte Papier findet sich im Arrangement wieder: Aus dem Papier wurden Blättchen ausgeschnitten, die auf die Konstruktion geklebt wurden.

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