Nachhaltigkeit ist mehr als ein Modewort

Es besteht kein Zweifel daran, dass unser Sektor in letzter Zeit stark unter Beschuss geraten ist, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Anfang Oktober wurde der Bericht "Floristenarbeit in Frankreich erweist sich als tödlich: Zusammenhang zwischen Pestiziden und Kindstod erstmals nachgewiesen" veröffentlicht. Wenig später ging die Gemeinde Zutphen durch die Presse: "Auf Initiative der Partei für die Tiere verschenkt die Gemeinde keine Blumen mehr, weil sie nach Ansicht einer Mehrheit des Gemeinderats nicht nachhaltig sind".

Neue Anfänge

Die Blumenwelt atmete auf, als Be-Florist, der belgische Fachverband, beschloss, die große Blumenveranstaltung in Alden Biesen wieder aufleben zu lassen: New Beginnings war geboren. Diejenigen, die dabei sein konnten, haben es genossen. Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten oder in Erinnerungen schwelgen wollen, bringen wir einen kurzen Rückblick auf eine erste erfolgreiche Ausgabe.

Meine Lieblingsblume ist der Löwenzahn".

Wir treffen Gábor Nagy während der Féerie Florale in der Landkomturei von Alden Biesen in Belgien, wo er gerade seine Vorführung vorbereitet. Ich bin zum ersten Mal in Alden Biesen. Aber Belgien hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, weil ich hier 2017 meinen ersten internationalen Wettbewerb gewonnen habe, die Eurofleurs, die europäischen Juniorenmeisterschaften.

Attraktive kahle Äste

Heutzutage schwimmen wir in Hülle und Fülle. Das Angebot an Blumen und Pflanzen ist saisonunabhängig geworden. Eine Tulpe im September und eine Sonnenblume im Januar. Nachhaltigkeitsbewusste Gourmets stellen dies in Frage und suchen den saisonalen Bezug. In der Wintersaison ist das nicht so einfach. Es erfordert einen besonderen Blick für die unendliche Schönheit der Natur. Die Schönheit kahler Äste kommt dabei zum Vorschein.

Reine Materialien sind mir immer am liebsten.

Die Meisterfloristin Diny Blom betreibt ihr Blomatelier im Herzen von Gouda bereits seit 33 Jahren. Als Gärtnerin und Tochter eines Blumenhändlers ist sie am Rande der Wälder der Zuid Veluwe aufgewachsen. Die Natur regt meine Fantasie an und ist immer eine Quelle der Inspiration. Ich erinnere mich noch an das große Fass mit Isländisch Moos im Flur der Gärtnerei - und an das Geheimnis meines Vaters, etwas Salz hinzuzufügen, damit die Farbe leuchtet. Aber auch an die Baumstümpfe und
Kiefernzapfen, die aus dem Wald kamen.'

Reine Materialien sind mir immer am liebsten. Meine
Gärtnerfreunde in Boskoop haben neben schönen Cryptomeria auch tolle Pinus-Arten. Sie bewahren auch alte Wurzeln für mich auf. Und der Ilex-Gärtner bewahrt krumme und gebogene Zweige speziell für mich auf. Ich fahre von dort immer super glücklich mit wunderbarem Material wieder weg!'

Der Trend, den ich sehe, ist eine wachsende Wertschätzung für Natur und Schlichtheit, mit sanften Farben wie Puderrosa, Gold, Elfenbein, Grün und Weiß, aber auch Rot, Orange und kräftiges Rosa.

Alles, was Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt.

Im September holte Chantal Post Gold bei den belgischen Meisterschaften. Es war ein ziemlich harter Wettkampf. Als Assistentin von Stefan van Berlo hatte ich bereits an den Europameisterschaften in Polen teilgenommen, die vom Stil her wirklich mit den belgischen Meisterschaften vergleichbar sind: herausfordernd, spannend und voller positivem Stress.

Was mir an einem Wettbewerb wie diesem am meisten gefällt, ist der gesamte kreative Prozess - von der Entstehung der Idee bis zu ihrer vollständigen Ausarbeitung. Ich habe viel von meinen eigenen Experimenten und von dem Coaching, das ich in der Vorbereitung genossen habe, gelernt. Der Austausch von Ideen und Erfahrungen mit international renommierten Floristen ist unglaublich bereichernd, da man eine neue und umfassendere Sicht auf die Welt der Blumen erhält. Eine Gelegenheit, meinen eigenen Stil zu bereichern, mich weiterzuentwickeln und noch mehr in die florale Gestaltung einzutauchen - das macht meine Leidenschaft für mein Handwerk jetzt noch größer!

Weihnachten bedeutet Familienzeit. Draußen ist es kalt und dunkel, und dann ist es wichtig, Gemütlichkeit und Wärme ins Haus zu bringen. Weihnachten ist auch eine Zeit der Traditionen - die nach Covid nur noch wichtiger geworden sind. Rot und Grün sind mehr denn je "in". Genauso wie Gold, Kupfer und natürliche Materialien:
alles, was Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt.

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