Ein individueller Abschied

Maßgeschneiderte Lösungen werden zum Standard bei modernen Trauerblumenarrangements. Hinterbliebene entscheiden sich immer häufiger für Farben, Formen und Materialien, die zu der Person passen, von der sie Abschied nehmen. Eine handgeschriebene Botschaft, eine geliebte Blume oder eine überraschende Präsentation machen den Unterschied. Gleichzeitig entstehen neue Lösungen rund um Wiederverwendbarkeit, biologisch abbaubare Materialien und Naturfriedhöfe. Diese Sonderausgabe zeigt, wie aktuelle Entwicklungen und einfallsreiches handwerkliches Können in Blumenarrangements zusammenfließen, die nicht nach festen Konventionen, sondern ausgehend von einer persönlichen Geschichte gestaltet werden.
Calla in der Hauptrolle

In diesem Strauß steht eine einzige Blumenart im Mittelpunkt: Zantedeschia „Cantor“, eine fast schwarze Calla. Sowohl die dunkle Farbe als auch die Tatsache, dass diese Calla im Herbst draußen auf dem Feld wächst, machen die Blume zu einer passenden Wahl für einen Herbststrauß. Die Basis bildet ein Metallring, an dem mit violettem Aluminiumdraht kleine Ringe befestigt sind. Jeder Stiel wird durch eine solche Öffnung geführt und einzeln befestigt, sodass die Blüten beim Binden an ihrem Platz bleiben und nach außen gerichtet werden können. Das erfordert eine präzise Anordnung: In der klaren, kraftvollen Form ist jede Blüte sichtbar. Ranken der Glyzinie folgen dem Kranz und sorgen für Bewegung, während Alocasia-Blätter Ruhepunkte in der Komposition bilden.
Kontrast im Blatt

In einer Schale mit Oasis BIO-Steckschaum wurde eine zarte Blumenmischung kompakt arrangiert. Um diese herum liegt ein Kranz aus Aspidistra-Blattstreifen, der mit seiner kräftigen Form und Farbe einen deutlichen Kontrast zu den Blumen bildet. Ranken der Passiflora verbinden den Blattkranz mit dem zentralen Blumenarrangement. In dem Arrangement sind Karmosinbeeren, Chrysanthemen, Phalaenopsis, Germini Chocoloco, Rosen, Aspidistra-Blätter und Passiflora-Ranken verarbeitet.
Kleine Ahornobjekte

Die kleineren Varianten übertragen dieselbe Formensprache auf ein Objekt, das einfacher und schneller herzustellen ist. Ein roségold lackierter Holzsockel trägt ein Stück braunen Aluminiumdraht mit einem Durchmesser von 5 Millimetern. Darauf sind einige 3D-gedruckte Ahornblätter an cappuccinofarbenem Aluminiumdraht befestigt, zusammen mit einem Zweig Süßholz. Zwei Röhrchen bieten Platz für eine Germini und eine Calla. Einzeln betrachtet handelt es sich um kompakte Arrangements; in einer Reihe entsteht der Eindruck einer einzigen größeren Präsentation. Die langlebige Basis kann mehrmals mit anderen Blumen befüllt werden.
Herbst in Ahornlinien

Wer nach Herbstmotiven sucht, stößt schnell auf das unverkennbare Ahornblatt. Hanneke verwendete keine echten Blätter, sondern 3D-gedruckte Exemplare in zwei Größen. Sie sind auf cappuccinofarbenem Aluminiumdraht befestigt und bilden zusammen verzweigte Linien. Auf einem Holzblock steht ein Metallstift, der maschinell mit Bouillonfaden umwickelt ist. Daran ist ein Rahmen aus getrockneten, schwarzen Cornus-Zweigen befestigt, mit getrocknetem Süßholz als warmbraunem Akzent. Die frischen Blumen stehen in Röhrchen: Germini, Calla, Nepenthes, Rose, Nelke und Phalaenopsis. Die langlebige Konstruktion kann nach Gebrauch erneut befüllt werden.
Kompakt mit Laternen

Diese kompakte Ausführung nutzt dieselbe Technik und dieselben Materialien wie das große Laternenobjekt, jedoch in kleinerem Format und mit weniger Blumen. Dadurch erfordert das Arrangement weniger Material und ist preislich zugänglicher. Hanneke empfiehlt, solche Objekte serienweise und in ruhigen Momenten vorzubereiten: Die erste Grundkonstruktion nimmt Zeit in Anspruch, aber mit jeder Wiederholung beschleunigt sich der Prozess. Die wiederverwendbare Konstruktion kann anschließend immer wieder neu befüllt werden. Im Laden präsentierte sie kleine Varianten einzeln und als Set, neben einem größeren Blickfang, der die Aufmerksamkeit auf die gesamte Serie lenkte.