Auf einem Standard-

Joyce kombiniert fünf getrocknete Heliconia zu einem großen Ganzen. Dazwischen hat sie schöne Blumen geklebt. „Es könnte auch einfach ein tolles Brautstrauß sein, aber ich habe diesen an einen Ständer gehängt.“ Zu den verwendeten Materialien gehören unter anderem: Heliconia „She Kong“, Phalaenopsis „Exclusivo Pikachu“, Phalaenopsis „Crème“, Tillandsia, Clematis-Flaum, Sarracenia und Physalis-Skelett.

„Es fasziniert mich, dass man immer etwas Neues schaffen kann.“

„Nach Abschluss meiner Floristikausbildung und meiner Meisterprüfung habe ich vor achtzehn Jahren als Freiberuflerin für große Hochzeiten, Messen und Unternehmen angefangen. Es fasziniert mich, dass man immer etwas Neues kreieren kann. Die Möglichkeiten sind endlos. Meine Inspiration hole ich mir überallher: aus der Natur, beim Reisen, aus den Jahreszeiten, aus den sozialen Medien oder einfach bei einem Spaziergang durch den Wald oder die Schlossgärten. Ich kombiniere Farben, Formen und Materialien in meinem Kopf und mache mich dann an die Arbeit.“

„Ich liebe es, gezüchtete Blumen mit Materialien aus der Natur zu kombinieren. Was man in der Natur findet, bekommt man nicht auf der Auktion, und was man auf der Auktion bekommt, findet man nicht in der Natur. Ich selbst liebe Orchideen, verschiedene Arten mit schönen Farben. Die verwende ich am liebsten in jedem Gesteck. Auch mein Wohnzimmer ist voller verschiedener Orchideenarten, die ich dann wieder zum Blühen zu bringen versuche.“

„Jeder Mensch ist anders“

Laut Geertje werden Trauergestecke immer persönlicher. Bei ihren Aufträgen stellt sie fest, dass sich die Hinterbliebenen bewusst für Farben und Formen entscheiden, die zu der Person passen, von der sie Abschied nehmen. Außerdem suchen sie nach einer ganz eigenen Möglichkeit, dem Gesteck eine letzte Botschaft beizufügen. „Denken Sie zum Beispiel an einen handgeschriebenen Zettel. Das lässt sich auf so viele verschiedene Arten gestalten.“

Gleichzeitig gehen Trauergestecke ihrer Meinung nach mit der Zeit. Dabei dienen Trends in der Mode und der Innenarchitektur regelmäßig als Inspirationsquelle. Eine bestimmte Blume, die ausschließlich für Trauergestecke verwendet wird, gibt es laut Geertje nicht. „Jeder Mensch ist anders, und das gilt auch für Blumen. Deshalb können alle Blumen in Trauergestecken verwendet werden.“

Gerade der persönliche Charakter macht diese Aufträge für sie zu etwas Besonderem. „Ich empfinde es immer als große Ehre, Trauergestecke
zu gestalten. Wie schön ist es doch, für jemanden etwas zu kreieren, das ganz und gar zu dieser Person passt?“ Mit passenden Blumenarrangements hofft sie, zu einem bedeutungsvollen Abschied beizutragen. Wie sie selbst sagt: „Dafür mache ich das.“

„Nicht nur schaffen, sondern bereichern“

Für den Floristikdesigner Max van de Sluis beginnt es manchmal nicht mit einer Form oder einer Technik, sondern mit einer einzigen Blume. „Eine Blume, die Aufmerksamkeit verlangt, die dazu einlädt, inne zu halten und ihren Charakter zu entschlüsseln. In dieser Serie habe ich mich von diesem Grundgedanken leiten lassen: beobachten, vertiefen, verstärken. Immer aus meiner eigenen Perspektive, aber mit Respekt vor dem, was die Blume bereits in sich trägt.“

Ausgehend von diesem Ansatz entstehen Blumensträuße, die mehr sind als nur eine Zusammenstellung von Materialien. „Sie haben eine eigene Stimme, eine eigene Ausstrahlung. Und genau darin liegt die Begegnung mit der Braut. Manchmal findet man einen Strauß, der sie widerspiegelt, manchmal unterstreicht der Strauß vielmehr, wer sie in diesem Moment ist oder sein möchte. In dieser Wechselwirkung entsteht etwas Einzigartiges: persönlich, vielschichtig und bedeutungsvoll. Vielleicht liegt darin die Essenz unseres Handwerks: nicht nur gestalten, sondern etwas hinzufügen. Eine zusätzliche Dimension schaffen, durch die nicht nur das Werk, sondern auch diejenige, die es trägt, gestärkt wird. Ein Strauß, der nicht nur schmückt, sondern etwas erzählt.“

„Und doch beginnt alles, immer wieder, mit etwas scheinbar Einfachem: Kommunikation. Die Fähigkeit, zuzuhören, zu übersetzen und anschließend mit Überzeugung zu zeigen, was möglich ist. Denn erst wenn eine Vision geteilt wird, kann sie wirklich zur Entfaltung kommen.“

Bezaubernde Gestecke voller Sommerblumen

Für Floristen ist der Sommer eine der reichhaltigsten Jahreszeiten. Von den ersten Pfingstrosen im späten Frühjahr bis hin zu Dahlien, die den Herbst ankündigen: Das Angebot ist breit gefächert, farbenfroh und voller Charakter. Dennoch erfordert diese Zeit Kreativität. Aufgrund von Urlaub, hohen Temperaturen und einem sich wandelnden Kaufverhalten ist der Sommer nicht gerade die einfachste Verkaufssaison.

Spätsommer

Der Sommer bietet viele besondere Farben, wie man an diesem Strauß sehen kann. Er passt hervorragend in einen Rahmen in Form von Blütenblättern. Die tiefen, dunkelrosa Farbtöne stehen in einem reizvollen Kontrast zueinander und harmonieren wunderbar mit den kupferfarbenen Lötdrähten und den gelb-roten Blüten.

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