„Ich arbeite gerne mit saisonalen Blumen.“

Erika Oldenhof darf sich Meisterin der Floristik nennen und hat einen Blumenladen. „Außerdem arbeite ich gerne als Freiberuflerin. So kann ich andere Arbeiten zeigen als die, die ich täglich im Laden mache. Und, ganz wichtig: Man muss nicht jeden einzelnen Stiel kalkulieren.
Meine Inspiration hole ich mir hauptsächlich aus dem Alltag und aus Wohn- und Modemagazinen. Außerdem schaue ich mich immer genau um, vor allem in der Natur!
Frühling bedeutet für mich: Die Bäume treiben wieder aus, Blumenzwiebeln beginnen zu blühen, die Tage werden länger und es gibt mehr Platz für die Sonne. Wir gehen wieder nach draußen!
Ich arbeite gerne mit saisonalen Blumen wie (französischen) Tulpen, Anemonen, Viburnum und Blütenzweigen. Auch meine Kunden entscheiden sich immer häufiger für saisonale Blumen, unter anderem wegen der sanften Farben.
„Linienführung und Bewegung sind für mich entscheidend.“

Die Arbeit des Floristikdesigners Max van de Sluis entsteht oft spontan. „Eine einzelne Blume, eine besondere Textur oder eine auffällige Form können schon ausreichen, um eine Idee in Gang zu setzen. Von dort aus werden ein oder zwei Elemente bewusst verstärkt oder weiter ausgebaut. Das spiegelt sich in meinen Kompositionen wider: Manchmal arbeite ich mit einer sehr begrenzten Palette an Arten, manchmal mit einer Fülle davon. Das ist immer eine bewusste Designentscheidung.
Die natürlichen Eigenschaften des Materials bilden den Ausgangspunkt. Länge und Form der Stiele bleiben erhalten; durch das Entfernen der Blätter entsteht Fokus und die Blütenform tritt stärker hervor. Das Spiel mit Linien und Bewegung ist essenziell und verleiht dem Werk Spannung und Richtung.
Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Arrangementmöglichkeiten, bei denen die Blumen möglichst direkt im Wasser stehen: durch die Entwicklung einer Konstruktion, vorzugsweise mit botanischem Charakter, oder durch den geschickten Einsatz natürlicher Materialien. Das gibt mir Energie. Das Experimentieren, Erforschen und mich selbst immer wieder herausfordern ist ein wichtiger Teil meines Prozesses. Auch hier steht die Einfachheit im Vordergrund: eine Technik oder Handlung pro Entwurf. Das sorgt für Ruhe und ein kraftvolles Endergebnis. Alles dreht sich um Ausgewogenheit – zu viele verschiedene „Geschmacksrichtungen” beeinträchtigen das Wesentliche. Das Ergebnis zählt, aber gerade der Weg dorthin gibt der Arbeit Bedeutung.
Endlich… Frühling

Nach wochenlangen dunklen Tagen, Kälte und Schnee zeigt sich wieder ein strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein. Man spürt überall, dass der Frühling kurz davor ist, sich zu offenbaren. Die Knospen an den Bäumen stehen kurz vor dem Aufbrechen, hier und da zeigen sich bereits die ersten Frühlingsblüher wie Hamamelis und Galanthus.
Geschichteter Kontrast

Für dieses Arrangement wählte Krisztian Köver eine auffällige, senffarbene Keramikschale. Die Innenseite ist auf beiden Seiten mit einem Wollschal ausgekleidet, während die Blumen in zentral angeordnetem Steckschaum platziert sind. Lisianthus, Phalaenopsis, Cambria und Kalanchoe bilden den Kern des Designs, ergänzt durch subtile Details. Das Zusammenspiel von Keramik, Textilien und Blumenmaterial verleiht dem Werk eine taktile und vielschichtige Ausstrahlung.
Federrahmen

Dieser große Strauß wird von Krisztians Tochter Hanna gehalten und ist technisch auf einer Basis aus Drähten und Stäben aufgebaut. Die äußere Linie ist mit bemalten Federn verziert, die dem Arrangement einen markanten Rahmen verleihen. In dieser Konstruktion wurden Cymbidium, Lisianthus, Lilien, Viburnum und zusätzliche Materialien verarbeitet. Der Strauß ist nach der Spiraltechnik gebunden und kombiniert eine starke konstruktive Basis mit einer weichen, ausdrucksstarken Verarbeitung.
Luftig

Diese Komposition wurde für eine Hotellobby entworfen und spielt bewusst mit den Dimensionen des Raumes. Krisztian Köver arbeitete mit Cymbidium, Phalaenopsis und Viburnum als Hauptmaterialien. Die Leichtigkeit entsteht durch die Verwendung von Cornus-Zweigen und zwiebelartigen Blättern, die an dünnen Bambusstäben befestigt sind. In die transparente Vase sind Aluminiumdrahtspiralen eingearbeitet, wodurch das Arrangement nicht nur
optisch leicht bleibt, sondern auch durch die nachhaltige Materialauswahl besticht.