Für Floristen ist der Sommer eine der reichhaltigsten Jahreszeiten. Von den ersten Pfingstrosen im späten Frühjahr bis hin zu Dahlien, die den Herbst ankündigen: Das Angebot ist breit gefächert, farbenfroh und voller Charakter. Dennoch erfordert diese Zeit Kreativität. Aufgrund von Urlaub, hohen Temperaturen und einem sich wandelnden Kaufverhalten ist der Sommer nicht gerade die einfachste Verkaufssaison.
Der schönste Tag im Leben verlangt nach Blumenarrangements, die mehr sind als nur Dekoration: Er verlangt nach einem Objekt, das eine Geschichte erzählt und die Persönlichkeit der Trägerin unterstreicht. In dieser ausführlichen Sonderausgabe des DPK Floral Magazine
wir, wie die Grenzen des
traditionellen Brautstraußes verschwimmen und Platz für florale Kunst machen.
Im Mittelpunkt dieses Beitrags von Floral Fundamentals steht das Experiment. Internationale Floristen zeigen, wie Material, Struktur und Technik in vielfältigen sommerlichen Entwürfen zusammenkommen – von offenen Tischgestecken und kreisförmigen Arrangements bis hin zu raffinierten Brautgestecken und tragbaren Kreationen. Jeder Entwurf basiert auf einer klaren Idee und verdeutlicht, wie man mit scheinbar einfachen Mitteln ein ausdrucksstarkes, eigenständiges Bild schaffen kann.
Früher war es etwas Besonderes, eine Phalaenopsis-Pflanze oder einen Phalaenopsis-Blütenzweig im Laden zu haben: Sie galten als exklusiv und teuer. Das hat sich inzwischen drastisch geändert. Die Phalaenopsis ist zu einem Massenprodukt geworden und ist sogar bei Ikea und im Baumarkt zu finden. Auch die floristische Herangehensweise hat sich gewandelt.
Die Spitzenfloristen Max van de Sluis und Per Benjamin arbeiten häufig gemeinsam an großen, internationalen Projekten. Vor kurzem hielten sie zum vierten Mal einen Meisterkurs im ICE-Hotel in Jukkasjärvi in Schwedisch-Lappland ab. Während dieser Tage gestalteten dreißig Teilnehmer Dekorationen aus Schnee, Eis und frischen Blumen.
Mit drei Jahrzehnten Erfahrung in der Blumenbranche ist Krisztián Kövér ein etablierter Name in der ungarischen und internationalen Floristik. Als Meisterflorist, Florist und Dozent hat er viele verschiedene Bereiche des Fachs ausgeübt, von der Floristik und Eventdekoration bis hin zu internationalen Vorführungen und der Lehre. Mit seiner Marke Botanic Art vereint er kreatives Schaffen, professionelle Zusammenarbeit und Lehre in einer einheitlichen Vision. Seine Arbeit zeichnet sich durch Ruhe, natürliche Proportionen und die Idee aus, dass Blumen den Raum bekommen müssen, sie selbst zu sein.
Tiffany van Lentens Karriere begann wie die vieler Floristen: mit einem Nebenjob in einem Blumenladen. Als Teenager fand sie über die Gärtnerei ihres Stiefvaters Zugang zu diesem Beruf. Sie begleitete ihn zu Veranstaltungen, half, wo sie konnte, und stellte schnell fest, dass sie am liebsten mit ihren Händen arbeitete. „Ich war schon immer kreativ. In der Schule schwankte ich noch zwischen der Arbeit mit Kindern, Tieren oder Blumen, aber die Blumen haben schnell gewonnen.“
Die niederländische Meisterschaft im Floristikdesign 2026 fand am 9. und 10. März im Rahmen der Fachmesse Floreda bei Plantion in Ede statt. Acht Profis und sieben Nachwuchstalente traten in einem zweitägigen Wettbewerb mit fünf Aufgaben gegeneinander an. In der Kategorie „Profis“ ging der Titel an Joyce Brueren. Bei den Nachwuchstalenten gewann Gerrit van Aalst. Sie werden die Niederlande bei der Europameisterschaft im Floristikdesign 2027 vertreten.