Blumenzuchtsektor von großem Wert

Während der 25. Ausgabe der Messe Aalsmeer wurde der gesamte soziale, wirtschaftliche und menschliche Wert der niederländischen Blumenzucht zum ersten Mal ganzheitlich kartiert. Die Ergebnisse standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit u. a. Prof. Annemieke Roobeek, David van Mechelen (Royal FloraHolland), Frank Ammerlaan (Rosa Plaza) und Marcel Zandvliet (Dutch Flower Group). Ihre Hauptbotschaft: Der Sektor ist von enormem Wert, aber vor allem braucht er jetzt Verbindung und gemeinsame Innovation.

Die Blumenzucht investiert jährlich rund 1 Milliarde Euro in Forschung und Entwicklung (F&E), was 5 % der gesamten niederländischen F&E-Ausgaben entspricht. Der Sektor bietet auch Lösungen für wichtige gesellschaftliche Herausforderungen, wie z. B. geothermische Wärme, intelligente Energiesysteme und Wassermanagement. Das von der Industrie emittierte CO2 wird von den Landwirten für das Pflanzenwachstum genutzt. Die Digitalisierung spielt eine entscheidende Rolle: Floriday vernetzt Erzeuger und Händler weltweit und macht Nachhaltigkeit und Herkunft zunehmend transparent.

Die Auswirkungen der Nachhaltigkeit sind groß: Der Einsatz der umweltschädlichsten Pflanzenschutzmittel ging weltweit um 78 % zurück, bei niederländischen Erzeugern sogar auf 96 % (Topfpflanzen) und 88 % (Schnittblumen).

Der Blumenzuchtsektor trägt mit 6,6 Milliarden Euro zum niederländischen BIP bei und exportiert jährlich 9,1 Milliarden Euro, hauptsächlich innerhalb Europas. Mit 48 % haben die Niederlande einen führenden Weltmarktanteil und sind ein wichtiger Transithafen für Blumen und Pflanzen aus Ländern wie Kenia und Äthiopien und aufstrebenden Erzeugerländern wie Kolumbien und Italien. Etwa 80 % der Exporte gehen nach Europa, wobei Deutschland der größte Abnehmer ist. Der Sektor bietet 65.000 Arbeitsplätze in den Niederlanden und 400.000 weltweit. Nach Ansicht des Podiums liegt die Zukunft in einer umfassenden Zusammenarbeit: zwischen Erzeugern, Technologieunternehmen, Wissensinstituten und Logistik. Digitalisierung, Transparenz und eine Zusammenarbeit "jenseits des Wettbewerbs" sollen zu einem modernen Ökosystem führen, das international an der Spitze bleibt. In 20 Jahren wird die niederländische Blumenzucht vollständig digital vernetzt sein: Züchter auf der ganzen Welt tauschen ihre Blumen, Pflanzen und Nachhaltigkeitsdaten über eine Plattform aus, unterstützt durch eine transparente Logistik und zuverlässige Fakten. Vor allem aber bleiben die Menschen im Mittelpunkt: die Leidenschaft der Züchter, die Innovationskraft der Unternehmer und der Stolz auf eine jahrhundertealte Tradition.

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