Strahlender Herbst

Die Grundlage dieses strahlenden Herbstarrangements bildet eine Weihnachtskugel aus Kunststoff. In diese wurde ein Loch gebohrt und die Kugel mit Füßchen versehen. Dadurch entsteht sofort eine wasserdichte Basis. Die Kugel ist mit verschiedenen Arten und Farben von Glassteinchen beklebt. Abschließend wurde das Arrangement mit Blumen gestaltet, deren Farben zum Vase passen, wie beispielsweise Phalaenopsis „Altena“, Allium senescens, Phlox „Butterfly“ und Passiflora.
Pilze

Diese schönen Baumstämme sind mit Bindedraht umwickelt und mit einem Kerzenhalter sowie einer Kerze versehen. Das Ganze wird durch präparierte Pilze abgerundet. In der Mitte befindet sich eine Schale mit Oasis. Zu den verwendeten Materialien gehören unter anderem Dahlia „Hapet Harmony“, Orlaya „White Finch“ und Phalaenopsis.
Tannenzapfen

Dieser alte Lampenschirm ist mit Oasis Sec ausgestattet, das mit PUR-Schaum befestigt wurde. Das Arrangement wurde aus Banksia und Tannenzapfen gestaltet. Dazwischen befinden sich hölzerne Kerzenhalter mit gelben Kerzen und kleinen Glasröhrchen. Weitere verwendete Materialien sind Heliopsis ‚Red Shades‘ und Lavatera.
Auf einem Standard-

Joyce kombiniert fünf getrocknete Heliconia zu einem großen Ganzen. Dazwischen hat sie schöne Blumen geklebt. „Es könnte auch einfach ein tolles Brautstrauß sein, aber ich habe diesen an einen Ständer gehängt.“ Zu den verwendeten Materialien gehören unter anderem: Heliconia „She Kong“, Phalaenopsis „Exclusivo Pikachu“, Phalaenopsis „Crème“, Tillandsia, Clematis-Flaum, Sarracenia und Physalis-Skelett.
„Es fasziniert mich, dass man immer etwas Neues schaffen kann.“

„Nach Abschluss meiner Floristikausbildung und meiner Meisterprüfung habe ich vor achtzehn Jahren als Freiberuflerin für große Hochzeiten, Messen und Unternehmen angefangen. Es fasziniert mich, dass man immer etwas Neues kreieren kann. Die Möglichkeiten sind endlos. Meine Inspiration hole ich mir überallher: aus der Natur, beim Reisen, aus den Jahreszeiten, aus den sozialen Medien oder einfach bei einem Spaziergang durch den Wald oder die Schlossgärten. Ich kombiniere Farben, Formen und Materialien in meinem Kopf und mache mich dann an die Arbeit.“
„Ich liebe es, gezüchtete Blumen mit Materialien aus der Natur zu kombinieren. Was man in der Natur findet, bekommt man nicht auf der Auktion, und was man auf der Auktion bekommt, findet man nicht in der Natur. Ich selbst liebe Orchideen, verschiedene Arten mit schönen Farben. Die verwende ich am liebsten in jedem Gesteck. Auch mein Wohnzimmer ist voller verschiedener Orchideenarten, die ich dann wieder zum Blühen zu bringen versuche.“
„Blumenarrangements dürfen auch eine Geschichte erzählen“

„Ein wichtiger Teil unserer Arbeit sind Trauerfloristik. Gerade dabei merke ich, wie besonders der Beruf des Floristen sein kann“, erzählt Pascal Zijlmans. „In einem der intensivsten Momente im Leben dürfen wir etwas schaffen, das Trost spendet, Erinnerungen verkörpert und Persönlichkeit zum Ausdruck bringt.“ Für ihn geht es bei der Trauerfloristik daher um Persönlichkeit, Bedeutung und Erlebnis. „Ein Gesteck muss wirklich zu der Person passen, für die es angefertigt wird. Als Florist kann man in einem so intensiven Moment noch etwas bewirken. Darin liegt eine enorme Kraft unseres Berufs.“
Pascal findet seine Inspiration in erster Linie bei den Menschen. „Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Charakter und seine eigenen Erinnerungen. Das versuche ich in meiner Arbeit zum Ausdruck zu bringen.“ Auch die Natur ist eine wichtige Inspirationsquelle. Er arbeitet gerne mit natürlichen Blumen, Pflanzen und Materialien und nutzt deren vielfältige Formen, Farben, Strukturen und Bewegungen. „Ich finde es schön, wenn ein Arrangement nicht zu perfekt oder gekünstelt wirkt, sondern geradezu natürlich und einzigartig.“
Pascal sieht ein wachsendes Bedürfnis nach Erlebnis und Sinn. „Die Menschen wollen nicht nur das Endergebnis sehen. Sie finden es auch interessant zu sehen, wie etwas entsteht und mit welcher Sorgfalt und Fachkenntnis es hergestellt wird.“ Darüber hinaus stellt er ein gesteigertes Interesse an natürlichen und biologisch abbaubaren Materialien fest. „Die Zukunft des Floristikberufs liegt nicht nur im Gestalten schöner Blumenarrangements, sondern vor allem darin, Geschichten zu erzählen, Erlebnisse zu schaffen und persönliche Aufmerksamkeit zu schenken.“