„Was nicht draufsteht, kann man nicht verkaufen“

Großformatige Blumenarrangements können laut der Floristikdesignerin Hanneke Frankema durchaus auch kommerziell erfolgreich sein. Als sie noch ein Geschäft in Friesland hatte, verkaufte sie auch großformatige Arrangements. Diese zogen im Schaufenster oder auf einem Präsentationstisch sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Nicht jeder Kunde hat dafür den Platz oder das Budget, aber genau deshalb stellte Frankema kleinere „Brüder und Schwestern“ daneben: erschwingliche Varianten mit derselben Formensprache.
In ihrer Herbstserie kehrt dieses Prinzip wieder. Ein großes Objekt mit 3D-gedruckten Ahornblättern erhält kompakte Gegenstücke auf einem schlichteren Sockel. Lampions treten sowohl als großzügiger Blickfang als auch in kleinerem Format in Erscheinung. Auch die mit einem 3D-Stift gefertigten Rahmen wurden in einer Maxi- und einer Mini-Version umgesetzt. Technik und Materialcharakter bleiben erkennbar, während sich Format, Anzahl der Blumen und Produktionszeit ändern.
Die Arbeitsweise erfordert zwar Vorbereitung, bietet laut Frankema aber auch kommerzielles Potenzial. Wiederverwendbare Rahmen und Untergründe können in ruhigen Zeiten serienmäßig hergestellt und später erneut befüllt werden. In ihrem Geschäft verkaufte sie die kleinen Ausführungen einzeln und als Set. Die großen Werke lockten Kunden zur Präsentation an; die kleineren Objekte ermöglichten die Anpassung an unterschiedliche Budgets und Räume. Ihre Erfahrung: „In manchen Fällen ist Masse doch wirklich Kasse.“
Schwebender Herbst

Die Basis dieses Arrangements bildet ein Holzbrett, auf dem fünf Lampenschirme befestigt sind. Durch die Holzfüße wirkt es, als würde das Brett „schweben“. Die Lampenschirme wurden mit aufgerollten Gräsern gefüllt. Darin hat sogar ein Vogel sein Nest gebaut. Dieses ist nach dem Ausbrüten der Eier zwischen den Lampenschirmen zurückgeblieben. Die umgedrehten Lampenschirme sind mit Oasis gefüllt und unter anderem mit folgenden Pflanzen gestaltet: Dahlie „Hapet Harmony“, Epidendrum, Phalaenopsis, Tillandsia, Mohnkapseln, Sempervivum, wildem Majoran und Lagurus ovatus (Hasen-Schwanz).
Strahlender Herbst

Die Grundlage dieses strahlenden Herbstarrangements bildet eine Weihnachtskugel aus Kunststoff. In diese wurde ein Loch gebohrt und die Kugel mit Füßchen versehen. Dadurch entsteht sofort eine wasserdichte Basis. Die Kugel ist mit verschiedenen Arten und Farben von Glassteinchen beklebt. Abschließend wurde das Arrangement mit Blumen gestaltet, deren Farben zum Vase passen, wie beispielsweise Phalaenopsis „Altena“, Allium senescens, Phlox „Butterfly“ und Passiflora.
Pilze

Diese schönen Baumstämme sind mit Bindedraht umwickelt und mit einem Kerzenhalter sowie einer Kerze versehen. Das Ganze wird durch präparierte Pilze abgerundet. In der Mitte befindet sich eine Schale mit Oasis. Zu den verwendeten Materialien gehören unter anderem Dahlia „Hapet Harmony“, Orlaya „White Finch“ und Phalaenopsis.
Tannenzapfen

Dieser alte Lampenschirm ist mit Oasis Sec ausgestattet, das mit PUR-Schaum befestigt wurde. Das Arrangement wurde aus Banksia und Tannenzapfen gestaltet. Dazwischen befinden sich hölzerne Kerzenhalter mit gelben Kerzen und kleinen Glasröhrchen. Weitere verwendete Materialien sind Heliopsis ‚Red Shades‘ und Lavatera.
Auf einem Standard-

Joyce kombiniert fünf getrocknete Heliconia zu einem großen Ganzen. Dazwischen hat sie schöne Blumen geklebt. „Es könnte auch einfach ein tolles Brautstrauß sein, aber ich habe diesen an einen Ständer gehängt.“ Zu den verwendeten Materialien gehören unter anderem: Heliconia „She Kong“, Phalaenopsis „Exclusivo Pikachu“, Phalaenopsis „Crème“, Tillandsia, Clematis-Flaum, Sarracenia und Physalis-Skelett.