Die temporäre Installation war von den dreizehn Kräutern inspiriert, die Ricola in seinen bekannten Kräuterbonbons verwendet. Die Besucher spazierten durch einen Tunnel, in dem Duft, Textur, Kräuter und Pflanzen zu einem multisensorischen Erlebnis verschmolzen. Die Installation war vom 5. bis zum 8. Juni auf dem Groenplaats in Antwerpen zu sehen. Im Anschluss wurden rund 1.300 Kräuterpflanzen an die Besucher verteilt.
Laut De Houwer stand nicht der dekorative Wert von Blumen im Mittelpunkt, sondern das Erlebnis, das damit geschaffen werden kann. In einem Beitrag auf LinkedIn schrieb er, dass er sich im Vorfeld die Frage gestellt habe, was Menschen heute in einer geschäftigen Stadt am meisten brauchen.
„Nicht mehr Informationen. Nicht mehr Reize. Nicht mehr Geschwindigkeit. Vielleicht einfach nur einen Moment zum Durchatmen.“
Dieser Gedanke bildete den Ausgangspunkt für den Tunnel, der den Besuchern vorübergehend eine Flucht aus dem Trubel der Stadt ermöglichen sollte. De Houwer beschrieb das Projekt als einen Ort, an dem Natur mit allen Sinnen erlebt werden kann.
Auch in Gesprächen mit der belgischen Presse betonte er diesen Ansatz. „Ich wollte keine klassische Blumeninstallation schaffen, sondern ein Erlebnis, das die Menschen für einen Moment innehalten lässt. Einen Ort, an dem Duft, Textur und Kräuter zusammenkommen und durch den man buchstäblich hindurchgeht“, so De Houwer.
Die Installation zeigt, wie Floral Design immer häufiger als Teil des Markenerlebnisses und bei öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt wird. Dabei verlagert sich der Fokus vom Blumenarrangement selbst hin zu den Emotionen und Erinnerungen, die ein Entwurf hervorrufen kann. Wie De Houwer es selbst zusammenfasst: „Ich schaffe keine Arrangements. Ich schaffe Erlebnisse.“