„Vintage verleiht dem Brautstrauß Charakter und Eleganz“

Aymeric Chaouche ist ein junger französischer Florist. Er erwarb seinen Meisterbrief als Florist in Lyon, Frankreich. Da Belgien für seine Blumenkunst bekannt ist und aus Bewunderung für die belgischen Meisterfloristen beschloss Aymeric, seine Karriere als freiberuflicher Florist in Belgien fortzusetzen.
Zusammen mit Sören Van Laer gründete er das Atelier Sören Van Laer. Sie begannen damit, Workshops, Kooperationen bei Veranstaltungen, Vorführungen und Kurse zu organisieren, sowohl national als auch international. Als die Corona-Pandemie ihre Aktivitäten im Jahr 2020 beeinträchtigte, beschlossen sie, einen Webshop zu starten. Dieser wuchs schnell weiter und wurde durch Pop-up-Läden in Brüssel und Bornem ergänzt. Mittlerweile sind alle ihre Kernaktivitäten in einem vollwertigen Blumenladen im Zentrum von Bornem angesiedelt. Aymeric hat eine große Leidenschaft für Wettbewerbe. Er nahm mehrfach an den EuroSkills und WorldSkills teil und gewann 2022 die belgische Meisterschaft im Blumenarrangieren für Junioren.
„Die Natur ist für mich eine ständige Quelle der Inspiration. Ich bringe meine Kreativität durch natürliche Materialien zum Ausdruck und spiele gerne mit Farbkombinationen und Formen. Ich liebe es, auf Flohmärkten und Trödelmärkten zu stöbern. Dort finde ich Inspiration. Außerdem kaufe ich dort oft alte Gegenstände, um sie auf trendige Weise in innovative Hochzeitsdekorationen zu integrieren.“
„Eine zusätzliche Dimension“

Was den Meisterfloristen Sören van Laer auszeichnet, ist seine Fähigkeit, mit vorhandenen Materialien Neues auszuprobieren, zu experimentieren und ihnen seine ganz eigene Note zu verleihen. „Bei Brautsträußen kann es sehr bedeutungsvoll sein, Materialien, mit denen bestimmte Erinnerungen verbunden sind, eine neue Seele einzuhauchen.“
Sören absolvierte eine Ausbildung im Gartenbau und schloss diese mit einem Spezialisierungsjahr in Blumenschmuck ab. In der Schule erlernte er die wichtigsten Grundtechniken. Während seines Praktikums bei Geert Pattyn in Geluwe lernte Sören viele neue Techniken. Zusammen mit seinem Partner, dem Floristen Aymeric Chaouche, betreibt er ein florierendes Blumengeschäft im Herzen von Bornem. Darüber hinaus bieten Sören und Aymeric regelmäßig Workshops für Blumenliebhaber an, unterrichten Floristen und gestalten Veranstaltungen.
„In jeden Brautstrauß habe ich Elemente mit sentimentaler Bedeutung eingearbeitet. Sie verleihen den Sträußen eine zusätzliche Dimension.“
„Die Braut im Rampenlicht“

Seda Virabian, eine Floristin armenischer Herkunft, lebt seit ihrem zehnten Lebensjahr in Belgien. „Die Liebe zu Blumen war schon immer da. Ich konnte sie stundenlang betrachten, an ihnen riechen und sie bewundern.“
2017 eröffnete sie einen Pop-up-Laden, der sofort großen Anklang fand. In diesem Frühjahr zog sie mit ihrem Laden in neue Räumlichkeiten im Zentrum von Kortrijk um. Seda organisiert Einzel- und Gruppenworkshops und gestaltet Schaufenster, Feste und Hochzeiten. Dennoch bleibt es ihr Traum, noch mehr künstlerische Aufträge zu erhalten. „Ich hoffe, dass es eines Tages eine Fernsehsendung für Floristen gibt, die mehr Verständnis und Wertschätzung für unseren wunderbaren Beruf schafft!“
Für ihre Brautarrangements lässt sich Seda von Gemälden inspirieren, beispielsweise von den Präraffaeliten, die die Schönheit der Frau in den Mittelpunkt stellen. Mit Blumenkränzen möchte Seda die innere Schönheit der Frau zum Ausdruck bringen. Dabei hat sie ein Gespür für die Blumenwünsche und die Charaktereigenschaften ihrer Kundinnen. „Blumenkränze können eine perfekte Alternative zu Brautsträußen sein. Die Braut wird quasi selbst zum Brautstrauß.“
„Brautkreationen sind florale Juwelen“

Die belgische Floristikdesignerin Chantal Post absolvierte die Meisterausbildung in Floristik in Vught. Als Vorsitzende des belgischen Floristenverbands Be-Florist setzt sie sich seit 2021 für die Förderung des Floristenberufs und die Unterstützung von Floristen ein.
Im Jahr 2024 gewann sie beim Féerie Florale in Alden Biesen den Titel der belgischen Landesmeisterin. Dieser Sieg sicherte ihr sofort die Teilnahme am World Cup Floral Art in Den Haag (2025), wo sie den achten Platz belegte.
„Ich liebe raffinierte Techniken, luxuriöse Materialien und schöne, außergewöhnliche Blumen. Brautsträuße sind für mich ein Beispiel für höchste Raffinesse. So werden meine Brautkreationen zu floralen Juwelen, die der Braut und dem Brautkleid eine zusätzliche Dimension verleihen.“
„Mit Leidenschaft und Liebe zum Beruf“

Ich finde es immer etwas ganz Besonderes, zu einem der schönsten Tage im Leben eines Menschen beitragen zu dürfen. Wie schön ist es doch, dass man aus Leidenschaft und Liebe zum Beruf das ultimative Erlebnis schaffen darf, das zu dem beiträgt, was für viele der „schönste Tag ihres Lebens“ ist?!
Von den groben Plänen, die das Brautpaar oder der Hochzeitsplaner selbst entworfen hat, bis hin zu den kleinsten Details, wie zum Beispiel das Einarbeiten eines Schmuckstücks eines verstorbenen Angehörigen in den Brautstrauß. Ich liebe es, mich dieser Herausforderung immer wieder neu zu stellen.
Heutzutage kommen immer mehr Bräute mit fertig ausgearbeiteten Moodboards von Pinterest in den Laden. Manchmal sind es echte „Bridezillas“, die nach und nach auftauen, wenn du ihnen zeigst, dass du über das nötige Wissen und Können verfügst, um ihren Traum zu verwirklichen. Auch hier ist es von großer Bedeutung, dass du deine Fachkompetenz ausstrahlst und deine Arbeitsweise klar erklärst. Gerade darin kannst du dich als Florist von anderen abheben!
„Blumen im Mittelpunkt“

Der Florist Jan de Ridder legt Wert darauf, im Kontakt mit Kunden genau zuzuhören, was diese wünschen, und dennoch seine eigene Note einzubringen.
„In jedem Blumenstrauß stehen die Blumen an erster Stelle. Der Rahmen ist eigentlich nur nebensächlich und dient lediglich dazu, die Blumen besser zur Geltung zu bringen.“
Jan liebt kräftige Farben wie Gold, Bordeauxrot, Blau oder Ocker. „Ein solch starker Akzent verleiht einem Blumenstrauß Kraft und bleibt den Menschen viel länger im Gedächtnis. Auch Farbkombinationen sind wichtig: Wenn sich eine Braut für Lila entscheidet, bleibe ich bei dieser Farbe. Wenn man beispielsweise Rosa daneben setzt, schwächt das das Lila eher ab.“
Jan hat keine Vorliebe für bestimmte Blumen, arbeitet aber am liebsten mit saisonalen Blumen. „Ich finde es schön, wenn man am Strauß erkennen kann, welche Jahreszeit gerade ist. So wähle ich im Winter Helleborus, im Sommer Dahlien und im Mai Maiglöckchen. Das hängt allerdings immer auch von der Verfügbarkeit ab.“